Weniger tracken, mehr Empathie

Zahlen werden im Marketing überbewertet.

Als die DSGVO kam, haben wir bei 90 Prozent meiner Kunden GoogleAnalytics ausgeschaltet. Ohne irgendeinen negativen Effekt.

Wir haben stattdessen ein kleines Statistik-Tool (Statify) installiert, mit dem wir herausfinden, welche Inhalte die Besucher auf einer Website mögen und lesen und woher diese Besucher kommen. Ohne irgendwelche personenbezogene Daten aufzuzeichnen.

Die Fähigkeiten Empathie und Menschenkenntnis werden im Marketing unterbewertet.

Man findet auch ohne Statistik heraus, ob die eigenen Kunden ein Angebot lieben oder nicht.

Oft bekommt man eine persönliche Rückmeldung, die ohnehin informationsreicher und vielschichter ist als zahlenbasiertes Feedback.

Und selbst ganz ohne Rückmeldung gibt es ein dickes Plus, wenn man auf Zahlen verzichtet:

Man ist gezwungen, über die Menschen nachzudenken, für die man da sein will. Was ist ihnen wichtig? Was sind ihre Bedürfnisse? Was sind menschliche Grundbedürfnisse im allgemeinen?

Ich hab auf dieser Website hier GoogleAnalytics ausgeschaltet.
Netter Nebeneffekt: Ich brauche keine hässliche Cookie-Bar mehr.

In meinem Mailchimp Newsletter zeichne ich nicht mehr auf, wer welchen Newsletter öffnet und welche Verlinkungen anklickt. Man muss sich in Mailchimp ganz schön Mühe geben, um herauszufinden, wo man die Tracking-Einstellungen, die von vornherein auf AN geschaltet sind, wieder ausschaltet.

https://mailchimp.com/help/enable-and-view-click-tracking/

Die Marketing-Welt ist verrückt geworden. Alles wird erstmal getrackt. Und das sei gut so, wird suggeriert. Die perfekte Marketing-Welt ist transparent und kontrollierbar. Wirklich?

Ich plädiere nicht für eine Abschaffung von Zahlen.
Zahlen sind gut geeignet, um bestimmte Realitäten im Blick zu haben.
Ich plädiere auch nicht für die Abschaffung von GoogleAnayltics.
Auch ich betreue Websites, wo GoogleAnalytics Sinn macht.

Ich plädiere nur für eine Balance. Und ich plädiere dafür, sich mehr mit Menschen zu beschäftigen als mit Zahlen.

Ja es interessiert mich, wieviele Menschen mir auf meiner Website begegnen.
Es interessiert mich, welche Inhalte diese Menschen mögen.
Mich interessiert, wo sie herkommen.
Und wenn sie von Google kommen, interessiert mich auch, über welche Suchbegriffe sie kommen.

All das ist recht einfach möglich, ohne personenbezogene Daten verarbeiten zu müssen.

Am allermeisten interessiert mich, ob mein Unternehmen und meine Website jemanden bewegt…ob jemand Kontakt aufnimmt, mir eine E-Mail schreibt, weil ihn der Blog-Beitrag inspiriert und weitergebracht hat. Wenn mir jemand erzählt, dass mein Video auf der Startseite ihn von mir überzeugt hat, weil es authentisch wirkt. Wenn mir jemand erzählt, dass er sich durch meinen Blog gelesen hat und deshalb schon vor dem ersten Kontakt das Gefühl hat, mich gut zu kennen. Wenn sich jemand in meinen Newsletter einträgt.

Es fühlt sich gut an, aufs Tracken zu verzichten.

Mehr zu vertrauen als zu kontrollieren.

Mehr in der Kategorie „Mensch“ zu denken als in der Kategorie „Zahl“.

Probier’s mal aus!

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Pssst... ich habe ein Buch geschrieben für bessere Websites:

Der Weg zum Website Olymp Buch
Mehr Infos zum Buch

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